Über uns


Sabine Schmitz & Stefanie Hermanns

SABINE SCHMITZ – Ich wurde 1970 in Düsseldorf geboren und bin die ältere Schwester von Stefanie. Meine Kinder heißen Catherina (*1996) und Lucas (*1999) und ich bin in zweiter Ehe verheiratet. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad, töpfere, ich reise sehr gerne und ich verbringe sehr viel Zeit mit meinem Ehrenamt. Gelernt habe ich den Beruf der Bürokauffrau.

Bis Sommer 2020 habe ich als Sekretärin in einem Krankenhaus gearbeitet. Als mein Chef zurück in seine Heimat ging, nutzte ich diese Chance, mich auch noch einmal zu verändern. Aber erst einmal plante ich ein halbes Jahr eine Auszeit: etwas für mich tun, entspannen, meinen 50sten Geburtstag feiern, reisen… und dann kam Corona.
Wie immer kann man es aber auch positiv sehen, denn so hatte ich genügend Zeit für mein Ehrenamt. Meine Freundin und ich haben es uns mit unserem Verein, dem Düsseldorfer WOLLEngel e.V., zur Aufgabe gemacht, obdachlosen und bedürftigen Menschen mit selbstgestrickten Sachen Wärme zu spenden und Ihnen damit zu helfen. In dieser Zeit wurde mir sehr bewusst, dass ich wirklich dankbar dafür sein kann, was MEIN Leben mir gibt…. und mir wurde auch sehr klar, dass ich auf keinen Fall zurück in einen eintönigen Büroalltagsjob wollte.

In dieser Zeit unterhielt ich mich mit meiner Schwester. So oft hatte ich ihr gesagt: „mach endlich mehr aus Deinem Hobby!“ Sie näht seit 2013 so wunderschöne Sachen, traut sich aber den Bürokram aufgrund ihrer Gehörlosigkeit nicht zu… so ein Zufall: ich suche gerade was Neues!!! …und so begann der Teil meiner Reise mit dem Löwenherz <3

STEFANIE HERMANNS – 1973 wurde ich in Düsseldorf geboren und bin die Schwester von Sabine. Seit meiner Geburt bin ich taub. Ich habe zwei Kinder: Til (*2002) und Cedric (*2004) und bin verheiratet. Meine Hobbys sind das Fotografieren, Nähen, Reisen und mein erlernter Beruf ist Buchbinderin. 

In der Familie unseres Vaters war das Fotografieren ein großes Thema: unser Opa war selbstständiger Fotograf, unser Vater lernte diesen Beruf ebenfalls und in seiner Freizeit war er nie ohne Fotoapparat unterwegs. Wahrscheinlich liebe ich deshalb das Fotografieren. In der Familie unserer Mutter waren zwei Tanten gelernte Schneiderinnen. Es lag also auch hier irgendwie im Blut, dass das Nähen mein anderes Hobby wurde.

Als meine Kinder immer größer wurden und ich immer mehr Freizeit hatte, kaufte ich mir 2013 meine erste Nähmaschine. Sofort war ich mit dem Näh-Virus infiziert und wollte so gerne mein Hobby zum Beruf machen. Aber wie sollte ich mit meiner Gehörlosigkeit all den Bürokram erledigen? Behördengänge, Telefonate, Kundengespräche – als Gehörlose alles nur erschwert zu schaffen!

Irgendwann unterhielt ich mich mit Sabine. Wie so oft schon sagte sie zu mir: „mach endlich mehr aus Deinem Hobby!“ Was für eine tolle Idee! Außerdem wollte sie sich gerade beruflich verändern. Somit begann mein Teil der Reise mit dem Löwenherz…